24. März 2025 in Weltkirche
Die satanistische Organisation ‚The Satanic Grotto‘ hat angekündigt, die Eucharistie bei einer ‚schwarzen Messe‘ vor dem Kapitol von Kansas zu schänden.
Kansas City (kath.net/jg)
Joseph Naumann, der Erzbischof von Kansas City, hat vor Gericht einen Antrag auf Rückgabe der Eucharistie eingebracht. Die satanistische Gruppe „The Satanic Grotto“ behauptet, eine konsekrierte Hostie und konsekrierten Wein in ihrem Besitz zu haben. Erzbischof Naumann stellt in dem Antrag fest, dass die Eucharistie in allen Gestalten Eigentum der katholischen Kirche ist, die er als der lokal zuständige Erzbischof vertritt. Dies berichtet die katholische Nachrichtenseite OSV news.
„The Satanic Grotto“ hat für den 28. März eine „schwarze Messe“ vor dem Kapitol des US-Bundesstaates Kansas in Topeka angekündigt. (Siehe Link)
Der Antrag von Erzbischof Naumann zitiert Nachrichten auf der Plattform Reddit, welche Michael Stewart, der Präsident von „The Satanic Grotto“, unter dem Benutzernamen „xsimon666“ und der Eigenbezeichnung „Simon Satanas“ veröffentlicht hat. Stewart behauptet, seine Organisation habe bereits eine konsekrierte Hostie und Wein in ihrem Besitz. Beides soll bei der „schwarzen Messe“ am 28. März geschändet werden, kündigt er an.
Erzbischof Naumann zitiert in seinem Antrag auch ein Telefongespräch, das Stewart mit Gerald „Chuck“ Weber von der katholischen Organisation „Kansas Catholic Conference“ geführt hat. Stewart hat gegenüber Weber ebenfalls behauptet, im Besitz einer oder mehrerer konsekrierter Hostien zu sein. Die „Kansas Catholic Conference“ ist eine der Organisationen, welche zum Protest gegen die „schwarze Messe“ aufgerufen haben.
Stewart bestätigte gegenüber Weber das Vorhaben, die Eucharistie in beiderlei Gestalten bei der „schwarzen Messe“ am 28. März zu schänden.
Erzbischof Naumann stellt in dem Antrag fest, dass die katholische Kirche Eigentümerin aller konsekrierter Hostien und des konsekrierten Weins sei. Er sei im Gebiet der Erzdiözese Kansas City die Autorität, welche die Rückgabe der eucharistischen Gaben einfordern könne. Weder Stewart noch sein Stellvertreter Travis Roberts hätten die Erlaubnis von Erzbischof Naumann oder der katholischen Kirche, die Eucharistie in Besitz zu haben.
In diesem Fall sei rasches Handeln erforderlich, da die unmittelbare Gefahr bestehe, dass die Eucharistie verborgen, konsumiert, zerstört, geschändet oder an einen anderen Ort außerhalb der Erzdiözese Kansas gebracht wird.
Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass für den 20. März eine Anhörung angesetzt ist.
Die Erzdiözese Kansas hat zu Gebet und Gottesdiensten anlässlich der „schwarzen Messe“ aufgerufen. Sie hat die Gläubigen gebeten, Gouverneurin Laura Kelly um ein Verbot der Veranstaltung am 28. März zu ersuchen.
Am 25. März, dem Hochfest der Verkündigung des Herrn, wird Erzbischof Naumann den Bundesstaat Kansas Jesus durch das unbefleckte Herz Mariens weihen.
© Foto Erzbischof Naumann: Erzdiözese Kansas City
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