Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  8. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik

Der Papst ist im Krankenhaus und im Vatikan wird nachgedacht

6. März 2025 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinäle und Kirchenrechtler erwägen die möglichen Szenarien - Hintergrundbericht von Kathpress-Korrespondent Ludwig Ring-Eifel


Rom (kath.net/KAP) "Wenn der Papst tot ist, wird ein neuer gemacht", sagt der stets pragmatische römische Volksmund. Doch das seit Jahrhunderten eingespielte Standard-Prozedere scheint zum Ende des Franziskus-Pontifikats nicht garantiert. Angesichts des langen Klinikaufenthalts von Papst Franziskus werden daher derzeit rund um den Vatikan mehrere Szenarien für die nahe Zukunft an der Kirchenspitze diskutiert. Ein Überblick:

Der Papst stirbt. Das wäre der am besten geregelte Fall: Der Papst stirbt, sein Tod wird rechtmäßig festgestellt, die Sedisvakanz verkündet. Der Pontifex wird feierlich zu Grabe getragen, das weltweite Kardinalskollegium einberufen. Zwei Wochen später beginnt das Konklave. All das ist genau geregelt; die letzten drei Päpste haben manche Bestimmungen noch einmal geändert, man muss sich nur daran halten.

Amtsverzicht

Der Papst erklärt seinen Amtsverzicht selbst. Auch diese zweite Variante für die Sedisvakanz ist klar geregelt: Wenn der Papst seinen Rücktritt verkündet, läuft ab dem von ihm festgelegten Datum alles nach demselben Plan wie beim Tod - jedoch ohne Begräbnis und Totenmessen. Eine kleine Unsicherheit gibt es aber wegen des äußeren Rahmens der Bekanntgabe. Seit Gregor XII. im Jahr 1415 und Benedikt XVI. im Jahr 2013 ihren jeweiligen Rücktritt im Rahmen eines "Konsistoriums" den dort versammelten Kardinälen kundtaten, gilt dies als der Königsweg für einen solchen Schritt.


Das allgemeine Kirchenrechtsbuch, der "Codex iuris canonici", schreibt lediglich vor, dass der Amtsverzicht "frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird". Das klingt einfach, ist es aber nicht in jedem Fall. Wäre es "hinreichend", wenn Franziskus auf dem Krankenbett seinen Rücktrittswillen mit leiser Stimme einem Kardinal anvertrauen würde? Oder genügt es, wenn der Sterbenskranke den entsprechenden Satz auf einem Blatt Papier unterzeichnet? Müsste ein Notar Zeuge dieser Handlung sein? Hingegen wäre eine Bekanntgabe bei einer Kardinalsversammlung über jeden Zweifel erhaben.

Bedingter Rücktritt

Der bedingte Rücktritt wird ausgerufen. Noch mehr Probleme bringt die "bedingte Rücktrittserklärung" mit sich, die Franziskus nach eigenem Bekunden schon früh in seinem Pontifikat unterzeichnet hat. Unter Kardinälen und Monsignori wird derzeit gerätselt, ob er sich dabei wohl am Vorbild von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1965 orientiert hat. Dessen Schreiben hat unlängst ein italienischer Historiker veröffentlicht. Darin heißt es: "Wir, Paul VI. (...) erklären, dass wir im Fall einer schweren Krankheit, die als nicht heilbar oder von langer Dauer gilt (...) oder im Fall einer anderen schweren und lang anhaltenden Behinderung (...) auf unser Amt verzichten."

Auch hier ist ein Verfahren, das zunächst einfach klingt, voller Fallstricke. So wurde nie bestätigt, dass dieses Schreiben wirklich beim Kardinalstaatssekretär hinterlegt ist. Es wird aber allgemein vermutet, dass es so ist - weil der Papst es einmal gegenüber Journalisten so gesagt hat. Ferner ist unklar, ab wann der Verwahrer des Schreibens dieses aus der Schublade ziehen sollte. Dann, wenn der Papst nicht mehr sprechen kann? Wenn er nicht mehr ansprechbar oder geistig verwirrt ist? Oder erst wenn er ins Koma fällt?

Offen ist auch die Frage, wen der Hüter des Papst-Schreibens vorher zu Rate ziehen sollte. Nach Auffassung führender Theologen müsste dies das Kardinalskollegium sein. Fiele der Papst in ein stabiles Koma, würde demnach zuerst die Einberufung der Kardinäle zu einem Konsistorium erfolgen. Diese würden dann den Fall der Verhinderung des Papstes für eingetreten und im selben Atemzug den Beginn der Sedisvakanz erklären  - und könnten bald darauf mit dem Konklave beginnen.

Chronische Erkrankung

Der Papst kommt zurück. Sollte Papst Franziskus so weit genesen, dass er wieder in den Vatikan zurückkehren kann, würde sich sein Pontifikat wohl stark von dem bisherigen unterscheiden. Die Zahl der öffentlichen Auftritte, Audienzen und Reisen würde drastisch reduziert werden. Vieles müsste seiner chronischen Atemwegserkrankung angepasst werden. Er wäre nicht mehr der spontane, kommunikative Papst Franziskus, wie man ihn kennt - aber er bliebe weiterhin der Papst.

Beim Verlesen seiner Texte und bei manchen Reisen könnte er sich vertreten lassen. Wahrscheinlich würden die ganz auf seiner Linie liegenden Kardinäle wie sein Landsmann Victor Fernandez in der Glaubensbehörde oder die beiden Synoden-Vordenker Mario Grech und Jean-Claude Hollerich mehr Sichtbarkeit und Eigeninitiative entwickeln, um das Pontifikat vor einem längeren Beinahe-Stillstand zu bewahren.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 6. März 2025 
 

Fernandez, Grech und Hollerich

als "Retter" vor einem "längeren Beinahe-Stillstand"? Angesichts solcher Alternativen sollten selbst die größten Kritiker des derzeitigen Pontifikates ganz schnell einen ganzen Psalter für Franziskus beten.
Übrigens wäre bei einem Papst, der unter starkem Druck von Gruppen aus der Kirche oder gar von außen steht, die Einberufung des Kardinalskollegiums zur Verkündigung seines Amtsverzichts wahrscheinlich keine gute Idee, da der Druck dann noch weitaus stärker werden würde.


0
 
 723Mac 6. März 2025 
 

Der Papst ist im Krankenhaus und im Vatikan wird nachgedacht

und in den Münchner Herzogspitalkirche und -kloster wird Tag und Nacht wie in den letzten über 300 Jahren gebetet
/momentan vor Allem für Papst Franziskus und seine Gesundheit/

16.00 Uhr Eucharistischer Rosenkranz
9-16 Uhr stille Anbetung in Begleitung der schmerzhaften Gottesmutter

München, Herzogspitalstr.7, Innenhof

In diesem Jahr wenden wir uns im Herzogspital u.A. dem Tränenrosenkranz zu, dazu auch eine Herzliche Einaldung an alle Leser von kath.net

Weitere Gebetsanliegen werden telefonisch und brieflich im Herzogspitalkloster gerne entgegengenommen.

www.kommherrjesus.de/traenenrosenkranz


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  7. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  8. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  11. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  12. Das Wunder des Karol Wojtyła
  13. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz