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"Die Ehe ist kein privates Ding"12. März 2025 in Familie, 8 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Heiligenkreuzer Theologe P. Karl Wallner bei Vortrag für Familien in Linz: "Wir sind eine Minderheit. Wir müssen die Kinder auch zurüsten. Ihr müsst ihnen klar kommunzieren: 'Wir sind Christen. Wir glauben an Christus!"
Linz (kath.net/rn)
"Ideal, Praxis und Zeugnis - Familie". Über das sprach P. Karl Wallner, der Direktor der Päpstlichen Missionswerke Missio, am vergangenen Sonntag in Linz vor zahlreichen Familien in der Herz-Jesu-Pfarre. Wallner erinnerte daran, dass Papst Franziskus die Gender-Ideologie, die teilweise auch in kirchlichen Kreisen gefördert wird, klar verurteilt hat. "Der liebe Gott hat uns nicht gegendert. Er hat den einen Menschen in Verschiedenheit geschaffen." Dann übte der Theologe Kritik daran, dass heute jeder ein Opfer sein möchte. "Die Opferrolle ist das Gefährlichste, was es gibt. Heute ist jeder in der Opferrolle. Wer in der Opferrolle ist, der kann nicht lieben. Ein Hitler hat sich als Opfer des Weltjudendtums gesehen. Wenn Du Dich als Opfer siehst, siehst Du Dich immer gerechtfertigt, alles Bösartige, Schlimmste den anderen anzutun."
Die Familien erinnert er daran, dass wir alle Beziehungswesen sind. "Die neue Ideologie ist die Abschaffung von allen Unterschieden. Deshalb schafft man Wortkonstrukte ohne Ende, damit alles drin ist und sich keiner ausgeschlossen fühlt. Für uns ist Verschiedenheit nicht grundsätzlich falsch. Verschiedenheit aber mit dem Zweck der Einigung." Auch einen Ausflug in die Theologie gab es. Der Heiligenkreuzer Mönch zeigte den Unterschied zwischen der Ehe und den anderen Sakramenten. "Die Ehe ist nicht von Christus eingesetzt, sie wurde von ihm nur zum Sakrament erhoben. Eingesetzt wurde die Ehe bei der Schöpfung."
Auch das heiße Thema "Sexualität" sprach Wallner an und erinnerte in den Zusammenhang an den Hl. Augustinus, der die Sexualität als unbewältigbar bezeichnet hat. "Sexualität ist einer der größten Triebe, die wir haben. Sie ist massiv." Erst mit Johannes Paul II. und seiner "Theologie des Leibes" habe die Kirche dann die richtige Antwort gefunden. "Die Ehe ist ein soziales Sakrament. Da geht es um mehr als um die beiden." Es sei so etwas Großartiges, wenn es ein anderen Menschen gibt, der sich einem total "comitted". "Die Ehe bringt beiden die Gnade der Heiligung. Dass sie füreinander geweiht werden. Es pumpt Gnade in die Kirche rein."
Eine Gefahr sei auch die Eifersucht. "Wir müssen uns von jeder Form von Eifersucht verabschieden. Kämpft gegen den Dämon der Eifersucht." Wallner erinnerte dann daran, dass man sich bei dem Thema auch die Vorträge von Johannes Hartl, "Kunst eine Frau zu lieben" und "Die Kunst einen Mann zu lieben", anhören sollte. "Männer wollen durch Leistung ihre Liebe ausdrucken. Für Frauen ist das Zeitschenken das Allerwichtigste. Quality-Time. Männer, ihr müsste euch für die Frauen Zeit nehmen." Schmunzelnd sagte der Theologe dann auch: "Sie heiratet den Tiger und irgendwann will sie ihn zum Schoßkätzchen domestizieren. Frauen wollen den romantischen Ritter, der sie zärtlich umarmt." 
Wallner mahnte dann, dass die Ehe das größte Projekt eures Lebens sei. "Ehe und Familie ist das größte Projekt eures Lebens. Am Schluss bleibt Dir auf Erden nur Deine Familie."
Er erinnerte die Teilnehmer das Familiengebet ernst zu nehmen. "Bitte, ihr müsst das machen. Das muss einen etablierten Platz haben."
Beim Thema "Kindererziehung" werde es eine Zeit geben, wo man keinen Einfluss mehr auf die Glaubensentscheidung der Kinder haben wird. "Wenn Deine Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel."
Ganz wichtig sei auch das Vorlesen für Kinder. "Du bekommst Deine Kinder, indem Du sagst 'Ich les Dir eine Geschichte vor!' Du kannst eine göttliche Welt im Herzen der Kinder eröffnen."
Und Wallner erinnerte daran, dass man unbedingt sich zurüsten müsse, denn "wir sind eine Minderheit. Wir müssen die Kinder auch zurüsten. Ihr müsst ihnen klar kommunzieren: 'Wir sind Christen. Wir glauben an Christus. Wir sind nicht gewohnt, Minderheit zu sein." "Wir müssen Gemeinschaften bilden, die überregional sind." Auch früher gab es keine Massenkirche. Ich bin, weil wir sind", betonte Wallner abschließend.
VORTRAG von P. Karl Wallner in LINZ:
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Lesermeinungen | MariaElisabeth25 15. März 2025 | | | Chrissi Bohm Mein Kind hat von mir aufgrund meiner eigenen extrem strengen religiösen Erziehung auch nur die Grundlagen mitbekommen, aber die Grundschule hat das im Religionsunterricht sehr gut gemacht. Und ab einem gewissen Alter hat sie sich selber mit Religion beschäftigt, ist in Bibliotheken gefahren und hat die Thematik beleuchtet. Wir beide haben immer offen gesprochen und ich habe sie im Gegensatz zu meinen Eltern nie in die Kirche gezwungen. Das hat ihr ermöglicht sich ganz intensiv mit verschiedenen Religionen zu beschäftigen. Es ist immer meine Tochter und ob nun religiös oder nicht, hat nie zwischen uns gestanden. Sonst wäre unser Verhältnis nicht annähernd so gut. Ich habe solche Fälle in der eigenen Familie wo der Sohn meiner Schwester zu Hause ausziehen musste weil er mit 18 aus der Kirche ausgetreten war. Wir Eltern sähen den Samen aber die Pflege müssen die Kinder selbst übernehmen. |  0
| | | modernchrist 15. März 2025 | | | Großartige Aussagen von Pater Wallner, die jeder vesteht! Ja, die Ehe ist kein privates Ding! An ihrem Glück oder Unglück hängt das Lebensglück der Kinder, die Gesundheit der Partner, die Lebensfreude der Großeltern und vieles mehr. Auch die Gesundheit der Gesellschaft hängt am tapferen Eintreten der Paare für das Lebensrecht aller ungeborenen Kinder. Ihre Verantwortung im Gestalten der ehelichen Sexualität bringt entweder Tötung und Schuld in die intimsten Bereiche des Menschen oder aber Liebe und Zuversicht. Daher ist es wichtig, als Ehepaare und Familie sich für das Lebensrecht aller Kinder einzusetzen: Am Samstag, den 3. Mai beim nächsten Münchner Marsch fürs Leben. Kommen Sie alle um 13 Uhr auf den Königsplatz zur frohen Demo für die Ungeborenen! |  0
| | | Chrissi Bohm 14. März 2025 | | | Christliche Gemeinschaft @MariaElisabeth25
Man kann sich nur für etwas entscheiden, wenn man es kennt.Ich selber habe das zu spät erkannt und meinen Kindern ausser biblischen Geschichten nicht viel mitgegeben. Weil ich zu dumm war und der damaligen Pädagogik gefolgt bin. |  0
| | | MariaElisabeth25 14. März 2025 | | | Familie früher und heute Ich habe mein Kind als Alleinerziehende Mutter nach Bestem Wissen und Gewissen katholisch erzogen. Aber von der katholischen Gemeinde kam seinerzeit keine Hilfe. Ich habe nicht einmal einen Platz im katholischen Kindergarten bekommen weil ich ein „unehrliches“ Kind hatte. Freunde gaben mir die Nummer der örtlichen Diakonie. Es war der Himmel auf Erden! Die Pastotin fand sofort einen Kindergarten Platz und kam abends mit vielen Hilfsangeboten zu mir. Mehrmals bei der katholischen Gemeinde angefragt aber Hilfe gab es nicht. Meine Tochter ist mit 15 zum protestantischen Glauben konvertiert weil sie von klein auf mitbekommen hat wie anders dort doch Familie definiert wird - nicht nur Vater Mutter Kind. Sie hatte zuvor auf die Firmung verzichtet und sich auf die Konfirmation vorbereitet. Ich war mit meinem Partner dabei und es war anders. Mir fehlte der Glanz den die katholische Kirche bei
ähnlichen Feiern ausstrahlt. Mein Enkelkind wurde nicht getauft und soll demnächst selbst entscheiden. |  0
| | | ottokar 12. März 2025 | | | Wunderbare Bestandaufnahme Unser Glaube kann nur über die Familie weitergegeben werden.Deshalb sind solche Vorträge von gläubigen Priestern vor Eltern so wichtig. Die Aufgabe ist daher, wie erreiche ich die Eltern. Auf den schulischen Religionsunterricht kann man sich nicht verlassen, heute auch nicht mehr auf die Grosseltern. |  0
| | | gebsy 12. März 2025 | |  | Die Vorbildwirkung ist der Anker in der Familie.
Auch Kinder fragen wie die Jünger "Lehrt uns beten" |  1
| | | Hängematte 12. März 2025 | | | Da sieht man, auch Priester wissen durch ihre pastorale Praxis Bescheid über die Ehe. Und er hat mehr Durchblick als so manches Ehepaar selbst. |  1
| | | Freude an Gott 12. März 2025 | | | Großartiger Mann... ...er bringt wichtige, teils schwierige Dinge, humorvoll rüber. Danke! |  3
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